Aktuelles von FEDECRAIL

23

05

20

David Madden starb Anfang dieses Jahres

FEDECRAIL-Mitglieder, die David Madden kannten, wird es schmerzen zu erfahren, dass er Ende Januar dieses Jahres gestorben ist. Ich traf David zum ersten Mal Ende 1967, als wir uns beide für die Erneuerung einer Eisenbahn in Norfolk einsetzten und gute Freunde wurden. Ich wurde Vorsitzender der North Norfolk Railway und er war ihr General Manager. Er war mit dem Betrieb von Dampfeisenbahnen bestens vertraut und brachte viel Erfahrung mit. Obwohl seine erste Liebe der North Norfolk Railway galt, wusste er, wie wichtig es ist, dass der historische Eisenbahnsektor gemeinsam handelt, und von welcher Bedeutung es ist, Kenntnisse zu teilen. Er war auch Direktor der Heritage Railway Association (HRA).

Später war er als Chief Executive von WATTRAIN (der World Alliance of Tourist Trams & Trains) tätig und nahm an deren Konferenzen in Argentinien, Australien, Großbritannien und Japan teil. Er war von Natur aus ein Gentleman und hat mich nie im Stich gelassen. Gegen Ende seines Lebens litt er an verschiedenen Graden von Demenz. Kurz vor Weihnachten besuchte ich ihn in dem Pflegeheim, in dem er sich aufhielt, nachdem ich von seiner Frau Pat gewarnt worden war, dass er mich vielleicht nicht erkennen würde. Ich hätte mir keine Sorgen machen müssen: „Hallo, David. Wie geht es Heather?“ Es war wie in alten Zeiten, auch wenn er meinte, wir seien in Sheringham, etwa 40 Meilen entfernt. Ich, und ich vermute, viele andere werden ihn vermissen.

(David Morgan, Präsident emeritus)

14

05

20

Achenseebahn in Österreich kann aufatmen

Lok-Nr. 3 und ihr Wagen hatten gerade die letzten Sicherheitsüberprüfungen in Burgeck erfolgreich abgeschlossen. Foto am 5. Mai 2020: Gunter Mackinger

Die vom „Aus“ bedrohte Achenseebahn in Tirol kann etwas aufatmen: Ein vom österreichischen Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport/Abteilung Denkmalschutz in Auftrag gegebenes Kurzgutachten bestätigt den historischen Wert als typisches Beispiel einer touristischen Bergbahn mit weitgehend intakter technischer Gesamtanlage und Rollmaterial. Sowohl im regionalen wie nationalen Kontext sei sie eine Bahn von eisenbahnhistorischer Einzigartigkeit und Bedeutung und somit als ein herausragender Bestandteil der Eisenbahngeschichte Österreichs zu betrachten. Es wird empfohlen, sie im Ganzen als Denkmal zu schützen.

Darüber hinaus verfüge sie im internationalen Vergleich über eine äußerst seltene Authentizität und Originalität hinsichtlich eines durchgehenden Zahnrad- und Adhäsionsbetriebes mit weitestgehend originaler Infrastruktur und Rollmaterial. Das eröffne auch die Möglichkeit, dass die Bahn nicht nur als ein nationales Denkmal geschützt werde, sondern auch zu einem Teil eines länderübergreifenden UNESCO-Weltes «Europäische Zahnradbahnen» gemeinsam mit weiteren außergewöhnlichen Bergbahnen der Alpen in Anlehnung an die Welterbstätte „Bergbahnen in Indien“ werden könnte.

Es gibt noch viel zu tun, damit die Züge in diesem Jahr fahren können, aber es gibt Licht am Ende des Tunnels für das Team der Achenseebahn.

Dieses Gutachten ist ein wichtiger Schritt, um die Achenseebahn in ihrer Substanz zu retten.

13

05

20

UNECTO richtet Fonds für gefährdete Bahnen ein

Wie alle Bereiche des Lebens haben auch die Museums- und Touristikbahnen unter den Folgen von COVID-19 stark zu leiden und befinden sich in einer schwierigen finanziellen Situation. UNECTO, der französische Dachverband „Union des Exploitants de Chemins de Fer Touristiques et de Musées“, hat die Initiative ergriffen und einen Solidaritätsfonds eingerichtet, um insbesondere jene stark betroffenen Bahnen zu unterstützen, die keine staatlichen Hilfen erhalten können und mit unaufschiebbaren Belastungen konfrontiert werden. Dieser Fonds wird durch ein Bankdarlehen finanziert, das UNECTO bei guter Kassenlage aufnimmt. Darüber hinaus gibt der Verband seinen Mitgliedern Informationen über Maßnahmen an die Hand, die bei der Aufnahme des Betriebes in der gegenwärtigen Situation zu beachten sind. Sie reichen von Desinfektionsmaßnahmen bis hin zu Gesundheitsmaßnahmen bei den angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

26

03

20

Achenseebahn jetzt in Konkurs

Die Achenseebahn (Tirol/Österreich), Dampfzahnradbahn über sechs Kilometer zwischen Jenbach und Seespitz am Achensee, steht zurzeit unter enormem Zeitdruck. Über das Vermögen der Aktiengesellschaft ist am Landesgericht Innsbruck ein Konkursverfahren eröffnet worden, nachdem das Land Tirol weitere Zuschüsse für die dringend sanierungsbedürftige Bahn abgelehnt hatte. Wenn nicht innerhalb kurzer Zeit von dritter Seite liquide Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit kurzfristig fällige Verbindlichkeiten bedient werden können, droht eine Schließung des Unternehmens und damit das unwiderrufliche „Aus“ für die historische Bahn. Grundsätzlich scheint die Achenseebahn AG aber angesichts ihrer Aktiva nicht überschuldet zu sein.

Die Achenseebahn ist ein einmaliges kulturhistorisches Kleinod. Der Betrieb wird noch mit den im Original überlieferten, mehr als 130 Jahre alten Lokomotiven und Wagen durchgeführt. Diese Fahrzeuge und die Anlagen aus der Kaiserzeit stellen zusammen mit der seit der Eröffnung durchgehend genutzten Infrastruktur ein eisenbahntechnisches Erbe von europäischem Rang darstellt.

Darüber, ob die Vorbereitungen für die Aufnahme des operativen Betriebes weiter vorangetrieben werden, entscheidet jetzt der Insolvenzverwalter. Eine Fortsetzung des Betriebes mit anschließender Sanierung, die von den Bürgermeistern der Eigentümergemeinden unterstützt wird, würde gleichzeitig den Erhalt der Konzession bedeuten.

Jede Hilfe ist bei der Bahn willkommen so wie die Unterzeichnung einer internationalen Petition zur Rettung der Achenseebahn (siehe unten 12-03-20) oder die Mitgliedschaft im Förderverein "Achenseebahn-Förderverein 1000 Tausender e.V." mit Sitz in Jenbach, Österreich.

18

03

20

Jugendaustausch in England auf 2021 verschoben

Die Corona-Krise zwingt die Gastgeber des FEDECRAIL Youth Exchange 2020 leider die Veranstaltung für dieses Jahr abzusagen und auf 2021 zu verschieben. Der Jugendaustausch sollte ursprünglich im August im Südwesten Englands stattfinden.

16

03

20

Konferenz Bilbao 2020 verschoben

Auf Grund der aktuellen Entwicklung der Corona-Krise müssen die Meetings und das Vortragsprogramm sowie das Begleitprogramm der FEDECRAIL Konferenz 2020 in Bilbao verschoben werden. Das Konferenzteam bemüht sich um die Verschiebung des gesamten Programms Richtung Herbst dieses Jahres oder sogar erst Anfang 2021, soweit die Situation dies zulässt.

12

03

20

Petition für die Achenseebahn in Tirol/Österreich

Die Achenseebahn in Tirol/Österreich steht vor dem Aus. Die Landesregierung hat ihre Unterstützung zur Finanzierung der 130 Jahre alten, sanierungsbedürftigen Bahn gestrichen. Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe erklärten nach ihrer letzten Besprechung mit Vertretern der Achenseebahn und Experten, dass beim momentanen Zustand der AG dem Land die Hände gebunden seien und keine weiteren Mittel zur Verfügung gestellt würden. Darauf aber hatte Achenseebahn-Vorstand Martin Uhlig gehofft, um „das Stück Tradition“ in der Region zu erhalten. Die Achenseebahn ist einzigartig, weil sie noch immer mit den 130 Jahre alten originalen Lokomotiven fährt. Ohne rund 400.000 € kann der bevorstehende Saisonstart Ende April nicht erfolgen. Jede anderweitige finanzielle Hilfe ist der Bahn willkommen wie auch die Unterzeichnung einer internationalen Petition zur Rettung der Achenseebahn.

10

02

20

Unterstützung für die Achenseebahn in Tirol

Achenseebahn im Juni 2019. Foto: Gunter Mackinger

Die Achenseebahn im österreichischen Tirol hofft nach der Bedrohung ihrer Existenz durch verschiedene Turbulenzen, Betriebsunterbrechungen und nach einem Wechsel in der Geschäftsführung jetzt auf eine längerfristig gesicherte Zukunft. Konstruktive Gespräche zwischen der Achenseebahn und dem Land Tirol sowie die Auszahlung von bereits zugesagten 300.000 € Landesmittel, unter anderem für die Gehälter des Personals, scheinen den Weg zu ebnen, um die Bahn in ruhigere Gewässer zu führen. Insgesamt hat der Tiroler Landtag im vergangenen Jahr nach einem Beschluss der Landesregierung Finanzmittel in der Höhe von 1,2 Millionen Euro für unaufschiebbare Sanierungsarbeiten und eine Kapitalerhöhung der Gemeinden zur Verfügung gestellt. Der neue Geschäftsführer erarbeitet zurzeit Konzepte für eine gesicherte Zukunft. Die Gespräche mit dem Land dauern an.

Um die Bahn in ihren Bemühungen zu unterstützen, setzt sich sowohl der Verband Österreichischer Museums- und Touristikbahnen (ÖMT) als auch FEDECRAIL für den Erhalt des Fahrbetriebes ein. FEDECRAIL-Präsident Jaap Nieweg hat sich in Übereinstimmung mit ÖMT mit einem Schreiben an die Landesregierung von Tirol gewandt. Darin weist Nieweg auf die kulturelle und touristische Bedeutung der Achenseebahn hin, von der auch die Schifffahrt auf dem See profitiere. Es wäre für das Kultur- und Tourismusland Österreich nicht ohne Bedeutung, wenn dieses Kulturgut Achenseebahn, das auch ein wichtiges Tourismusziel in Tirol sei, das Jahr 2020 nicht mehr als Eisenbahn im Betrieb überleben würde.

„Museale und touristische Eisenbahnen sollten nicht nur aus historischer Sicht betrachtet werden, sondern nach Möglichkeit auch im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Verkehrsentwicklung in der Region, in der sie tätig sind.“ Die Achenseebahn sei seit Jahrzehnten eine Touristikbahn für den Sommertourismus. Sie könnte zukünftig aber auch zu einer Attraktion im Winter werden, insbesondere zu schneearmen Zeiten. Neue Konzepte seien vom neuen Vorstand der Bahn entwickelt worden. Auch sollte an eine Unter-Schutz-Stellung durch die UNESCO (Weltkulturerbe) gedacht werden.

Der FEDECRAIL-Präsident appelliert in seinen Schreiben an das Land Tirol, das Möglichste zu unternehmen, um das Fortbestehen der Bahn sicherzustellen. Es müsse die finanzielle Grundlage für eine realistische Zukunft der meterspurigen Zahnradbahn und die notwendige Sanierung der Strecke geschaffen werden.

07

12

19

Einladung zum FEDECRAIL Jugendaustausch 2020

Es wird wieder ein großes Erlebnis für junge Leute: Der FEDECRAIL-Jugendaustausch 2020 findet von Freitag, dem 31. Juli, bis Sonntag, dem 9. August, im Südwesten Englands statt. Gastgeber sind Mitgliedsorganisationen der Heritage Railway Association, die West Somerset Railway und die Seaton Tramway. Die Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm einschließlich Arbeiten bei beiden Gastgebern. Geplant sind Besuche einer Dampf- und Oldtimer-Rallye sowie anderer Eisenbahn- und historischer Orte. Im Rahmen des Programms besteht die Möglichkeit, an einer Vielzahl von verschiedenen kulturellen und organisierten Veranstaltungen teilzunehmen und sich mit den anderen internationalen Teilnehmern zu vernetzen. Museumseisenbahner und -eisenbahnerinnen zwischen 16 und 25 Jahre, die Interesse an dem Austausch haben, senden so schnell wie möglich, spätestens jedoch bis Ende Dezember 2019, eine E-Mail an youthexchange@fedecrail.org.

06

11

19

Großer Verlust für East Kent Railway durch Feuer

Die „East Kent Railway“ (EKR) erleidet einen großen Verlust an Werkzeugen und Artefakten beim Shepherdswell-Feuer am späten Mittwochabend, 30. Oktober 2019. EKR ist eine historische Eisenbahn in Kent, England. Sie liegt an der Shepherdswell Station an der Londoner Hauptstrecke nach Dover Priory. Unersetzliche Artefakte und Geräte im Wert von 15.000 Pfund wurden vollständig zerstört. Die Ausbildungs- und Rangerstation des Standorts ist praktisch nicht mehr vorhanden. In Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der EKR bittet die Dachorganisation der Museums- und Touristikbahnen in Großbritannien, die Heritage Railway Association (HRA), dringend um Unterstützung für die Eisenbahn nach den schweren Schäden und Verlusten an Gebäuden und Anlagen, die während des Brandes entstanden sind. Jeder Überschuss, der über den unmittelbaren Bedarf hinausgeht, wird in den neuen „Härtefall-Fonds“ von HRA eingestellt. Wer in der Lage ist, Ersatzgeräte, Materialien und Werkzeuge anzubieten, wende sich an Geschäftsführer Matthew Plews.

27

10

19

Reges Medieninteresse an FEDECRAIL beim Tren de Sóller

Straßenbahn in Soller

Die Medienresonanz auf den Besuch einer FEDECRAIL-Delegation beim „Tren de Sóller“ auf Mallorca im Oktober war enorm. Vizepräsident Heimo Echensperger und Jacques Daffis als Verbindungs-Officer zu Spanien sind der Einladung der schmalspurigen mallorquinischen Eisenbahn im Nordwesten der Insel gefolgt. Die private Eisenbahngesellschaft bewirbt sich um die Mitgliedschaft im Europäischen Verband der Museums- und Tourismusbahnen und stieß mit diesem Vorhaben auf ein reges Medieninteresse vor Ort. „Ferrocarril de Sóller SA“ befördert mehr als eine Million Fahrgäste im Jahr, hauptsächlich Touristen.

Sie betreibt den „Tren de Sóller“, einen Zug mit historischen Fahrzeugen auf einer 27 Kilometer langen Strecke zwischen Palma und Sóller, sowie eine Straßenbahn über fünf Kilometer, angeschlossen an den Bahnhof Sóller, die bis zum Hafen führt. Die Bahnstrecke wurde 1912 eröffnet und 1929 elektrifiziert.

In der Werkstatt. Fotos: Jacques Daffis

Sie wird mit vier originalen Elektrotriebwagen und ebenso originalen Personenwagen in der seltenen Spurweite von 914 mm betrieben. Auch die Straßenbahn fährt noch mit originalen Fahrzeugen. Sie war von Anfang an elektrisch. Die Linie wird mit den ursprünglichen drei Straßenbahntriebwagen und zwei Beiwagen von 1913 bedient. Es kamen offene Beiwagen von Tranvias de Palma dazu, außerdem noch fünf alte Straßenbahnen aus Lissabon, deren Spurweite von 900 mm angepasst wurde.

Es entwickelte sich während des Besuches ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Vertretern der privaten Eisenbahngesellschaft und FEDECRAIL.

15

10

19

„Cuco“ faszinierte Teilnehmer des Jugendaustausches

Der FEDECRAIL-Jugendaustausch 2019 war ein voller Erfolg: Im August trafen sich junge Museumsbahner und Museumsbahnerinnen aus ganz Europa im Eisenbahnmuseum Móra la Nova, Spanien – eine vielfältige Gruppe, die durch unsere Leidenschaft für und unser Engagement für historische Eisenbahnen vereint ist. Was sie gemeinsam erarbeitet haben übertraf alle Erwartungen. Die jungen Leute im Alter von 16-25 Jahren kamen aus der Ukraine, Polen, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Schweden und natürlich Spanien. Wie in den Vorjahren umfasste der Austausch eine Kombination aus Arbeitsaktivitäten, historischen Eisenbahn- und Kulturbesuchen sowie die Möglichkeit zum Networking und Spaß.

Das Hauptprojekt war die kleine Dampflokomotive 020T MZA606 „Cuco“, an der die meisten der Teilnehmer arbeiteten, und zwar viel mehr Stunden als geplant. Sie brachten einen reichen Erfahrungsschatz aus der eigenen Bahn mit und machten so weitaus größere Fortschritte als erwartet. In der Zwischenzeit beschäftigten sich einige andere mit der Instandhaltung der Infrastruktur und der Vorbereitung einer Elektrolokomotive für den Fernverkehr.

Es gab zahlreiche Ausflüge, bei denen die Teilnehmer die historischen Sammlungen von AZAFT (Asociación Zaragozana de Amigos del Ferrocarril y Tranvías), FGC (Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya) und dem Katalanischen Eisenbahnmuseum besuchten sowie das moderne Wartungsdepot des Hochgeschwindigkeits-Kontrollzentrums von FGC und ADIF (Administrador de Infraestructuras Ferroviarias). Außerdem eine kurze Reise durch die Altstadt von Barcelona. Bei aller Beschäftigung haben die jungen Leute es trotzdem geschafft, Zeit zu finden, um am Pool zu entspannen, einen Drink zu teilen und Perspektiven wie Einblicke in die gemeinsamen Interessen auszutauschen.

Viel zu schnell kam der letzte Abend des Austausches, den FEDECRAIL-Vizepräsident Heimo Echensperger besuchte. Zum Abschied eine Feier, gefolgt von einer Diashow über das Arbeitsleben der Eisenbahnen in und um Móra la Nova. Und dann zum Abschluss „Goodbye“, „Au revoir“ und „Auf Wiedersehen“ mit schönen Erinnerungen, ausgerichtet und auf eine gemeinsame Zukunft mit der Eisenbahn.

Der nächste FEDECRAIL Jugendaustausch 2020 findet in Großbritannien statt, organisiert von dem englischen Dachverband Heritage Railway Association in Zusammenarbeit mit der „Seaton Tramway“ und der „West Somerset Railway“ (WSR). Somerset liegt im Südwesten von England, die Seaton Tramway in der benachbarten Grafschaft Devon.

06

10

19

Bilbao-Konferenz 2020 mit attraktivem Programm

Bilbao-Abando RENFE Bahnhof. Foto: Ingrid Schütte

Die FEDECRAIL-Konferenz 2020 findet vom 23. bis 28. April in der baskischen Stadt Bilbao statt, das an der Nordküste von Spanien gelegen ist. Im Anschluss an das sechstägige Hauptprogramm gibt es die Möglichkeit, an einer zusätzlichen Tour durch die Schmalspurlandschaft Nordspaniens teilzunehmen. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für ein attraktives Gesamtprogramm, das sowohl für Delegierte als auch für Freunde von FEDECRAIL und deren Partner von Interesse sein wird.

Noch sind nicht alle Details festgelegt, so dass sich noch Änderungen ergeben könnten. Grundsätzlich wird es aber wieder zwei Businesstage geben, und zwar den Hauptkonferenztag für Delegierte und Interessierte am Freitag (24. 4.) und die Sitzungen der Arbeitskreise und die FEDECRAIL- Mitgliederversammlung am Samstag (25.4.). Die Studienaufenthalte beginnen dann am Sonntag. Höhepunkte sind unter anderem: Ein Studienbesuch des baskischen Eisenbahnmuseums in Azpeitia, einer kleinen Stadt außerhalb von Bilbao, mit Halt an der UNESCO-Kulturerbe-Brücke Puente Bizkaia und zwei verschiedenen Seilbahnen, die einen herrlichen Blick über Bilbao und das Baskenland bieten.

La Rhune Bahn. Foto: PR

Außerdem ist eine Exkursion zur Hauptstadt des Baskenlandes Vitoria-Gasteiz vorgesehen, einschließlich einer Straßenbahnfahrt, sowie ein Besuch des Werkstattdepots der Baskenbahn in Libario. Es soll eine Fahrt über die schmalspurige Strecke von Bilbao nach San Sebastian/Donostia und dann nach Hendaye in Frankreich geben zu einem beeindruckenden Ausflug mit der La Rhune Bahn. Es handelt sich hierbei um eine Zahnradbahn mit offenen Wagen, die durch eine reizvolle Berglandschaft bis zu einer Höhe mit einem geradezu atemberaubenden Ausblick führt, der sich lohnt. Daneben wird auch ein Besuch von San Sebastian für diejenigen eingeplant, die gern die Kulturhauptstadt Europas von 2016 (statt La Rhune) besuchen wollen. Das ist allerdings nur bei ausreichendem Interesse möglich.

Das Partnerprogramm bietet vielfach Alternativen mit Erkunden der Orte, mit Museumsbesuchen (unter anderem das Guggenheim-Museum) und Zeit zum Shoppen.

Weitere Informationen folgen als Newsletter und auf dieser Webseite unter „Konferenz“.

31

08

19

Ein großer Verlust: Tim Fisher starb im Alter von 73 Jahren

Tim Fisher 2011 (Dresden). Foto: Heimo Echensperger

Mit großer Trauer erfuhr ich am Mittwoch, dem 21. August 2019, von Tim Fischers Tod im Alter von 73 Jahren. Er litt schon seit einiger Zeit unter einer seltenen Form der Leukämie. Ich wusste, dass er in Behandlung war, aber jedes Mal, wenn ich um ihn bangte, fand er voller Kraft und Begeisterung ins Leben zurück. Er schien buchstäblich nicht klein zu kriegen zu sein. Leider war es diesmal anders.

Tim wurde 1946 in New South Wales geboren. Nach dem Studium kehrte er auf die Familienfarm am Borro Creek bei Wagga in New South Wales zurück. Später diente er bei der australischen Armee in Vietnam und ging nach seiner Rückkehr als Mitglied der Country Party, der heutigen National Party, in die Politik. Nachdem er 1984 Mitglied des Parlamentes geworden war, hatte er von 1996 -1999 drei Jahre lang das Amt des stellvertretenden Premierministers in einer Koalitionsregierung inne. Er war auch ein begeisterter Eisenbahnfreund.

Ich habe Tim zum ersten Mal am Flughafen von Sydney getroffen. Wir kamen sehr langsam zu einander, weil er buchstäblich belagert wurde von vielen seiner Landsleute, die ihm die Hand schütteln wollten. Wir waren beide auf dem Weg zu einer Konferenz über historische Eisenbahnen, die er leitete. Wir wurden beste Freunde.

Tim nahm 2006 an der WATTRAIN-Konferenz in Argentinien und den anschließenden Kongressen alle drei Jahre bis 2015 teil; er war ein sehr aktiver Unterstützer. Er kam auch zu zwei FEDECRAIL-Konferenzen und organisierte 2009, während er als erster Botschafter Australiens beim Heiligen Stuhl im Vatikan tätig war, einen Dampfsonderzug aus dem privaten Bahnhof des Papstes (der 1932 von Mussolini gebaut und einem seiner Vorgänger übergeben wurde), um die katholische Wohltätigkeitsorganisation CARITAS zu unterstützen. Tim gelang dies, indem er eine typisch brillante Reaktion zeigte, als er seinen Vorschlag dem Kardinalskollegium vorstellte und beschuldigt wurde, den Vatikanischen Garten in einen Themenpark verwandeln zu wollen. Gut vorbereitet, zog Tim ein Foto des beliebten Papstes Johannes XXIII. heraus, der Lebensmittelpakete in einen Zug im Vatikan lud, der zu den Flutopfern in Süditalien unterwegs war: „… so wie Seine Heiligkeit auch versucht hat, den Garten in einen Themenpark zu verwandeln“. Er hatte das Argument auf seiner Seite, gewann und bat FEDECRAIL, bei der Förderung und Organisation des Zuges behilflich zu sei, und wir hatten einen wirklich unvergesslichen Tag.

Tim schrieb mehrere Eisenbahnbücher, die ziemlich international waren, da er über die Entwicklung der Eisenbahnen auf der ganzen Welt informiert war. Er kannte auch viele Personen, die sich mit historischen Eisenbahnen, Dampfbetrieben und Museen beschäftigen. „Trains Unlimited im 21. Jahrhundert“ gibt einen Überblick über moderne und historische Eisenbahnen auf globaler Ebene. Tatsächlich wurde sein Vorwort von einem anderen von WATTRAINs Förderern verfasst, von Lord Faulkner of Worcester, Präsident der Heritage Railway Association des Vereinigten Königreichs und ehemaliger Treuhänder des National Railway Museum in York, als er Tims Leistungen insbesondere an der Eisenbahnfront würdigte. Das Yorker Museum ist in den Top Ten der „Greatest Railway Museums in the World“ des Buches aufgeführt ebenso wie das B&O Railroad Museum in Baltimore, das seit über 20 Jahren von Courtney Wilson, ebenfalls Förderer von WATTRAIN, La Cité du Train in Mulhouse und dem Italian National Railway Museum in Neapel geleitet wird.

Tim zeigte ein glückliches Händchen für unvergessliche Wortschöpfungen wie "Low Speed 1", um den wiederhergestellten Bahnübergang in Sheringham zu beschreiben, der die North Norfolk Railway mit dem nationalen Netz des Vereinigten Königreichs verbindet, als er vor einem weitgehend französischen Publikum in der Cité du Train unter starkem Applaus sprach.

Tim Fischer überragte seine Kollegen, sowohl bildlich als auch physisch. Er war ein Mann mit Prinzipien, der sich seinem tief verwurzelten Glauben verschrieben hatte, der aber den Respekt und die Zuneigung all jener gewann, die mit ihm in Kontakt kamen, einschließlich seiner Gegner. Als er seinen bevorstehenden Rückzug aus der nationalen Politik ankündigte, bezeichnete ihn der damalige Vorsitzende der Labour-Opposition als „eines der wirklich geliebten Menschen an diesem Ort“ (das australische Parlament). Ein echter Staatsmann, im Gegensatz zu so vielen heutigen Politikern, wie wir sie wahrscheinlich nicht wieder sehen werden. Sein Ableben markiert einen tief empfundenen Verlust.

David Morgan

Präsident Emeritus WATTRAIN und FEDECRAIL

14

08

19

13. FEDECRAIL-Jugendaustausch in Mora la Nova

Zwei Dutzend junge Museumseisenbahner und Museumseisenbahnerinnen haben sich im Nordosten Spaniens, in Mora la Nova (Katalonien), zum diesjährigen FEDECRAIL-Jugendaustausch getroffen. Gastgeber ist das Eisenbahnmuseum in Mora la Nova. Es ist das 13. Treffen dieser Art, das 2007 auf Initiative von FEDECRAIL zum ersten Mal in Schweden stattfand. Die jungen Leute aus sieben Nationen sind jetzt Mitte August 2019 zusammengekommen, um gemeinsam an Fahrzeugen zu arbeiten, die Gegend und Kultur ihres Gastlandes kennen zu lernen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Sie kommen aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Polen, Schweden, Spanien und aus der Ukraine. Einige von ihnen haben schon mehrmals an einem FEDECRAIL-Jugendaustausch teilgenommen. So werden immer wieder neue Kontakte unter der jungen Generation von Museumseisenbahnern geknüpft.

27

06

19

Strategischer Wert des kulturellen Erbes anerkannt

Die unermüdlichen Bemühungen von Europa Nostra, dem 1963 gegründeten europäischen Denkmalschutzbund, haben Früchte getragen haben: Der strategische Wert des kulturellen Erbes für die Zukunft Europas – das auch das mobile Erbe beinhaltet – wurde in der neuen strategischen Agenda der EU 2019 bis 2024 gebührend erwähnt. Präsident Plácido Domingo wandte sich während des EU-Gipfels im Juni 2019 in Brüssel, auf dem das Papier zur Annahme stand, mit einem Offenen Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und mit dem gleichen Scheiben an den Präsidenten der Europäischen Kommission und an jeden der 28 EU-Staats- und Regierungschefs, um sie zu überzeugen, der Agenda in dieser Form zuzustimmen. Für Europa Nostra ist die erfolgte Annahme nur ein erster Schritt. Der Denkmalschutzbund ist entschlossen, den Verlauf genau zu verfolgen und zur Umsetzung der Agenda beizutragen.

11

06

19

Dampflokführer am Achensee gesucht

Ein aktuelles Problem bei Bahnen ist ein Mangel an ausgebildeten Lokomotiv- oder Triebfahrzeugführern. Es betrifft nicht nur Staats- und Privatbahnen, sondern auch Museums- und Touristikbahnen haben Schwierigkeiten damit, ausreichendes Personal zu finden. In Deutschland zum Beispiel fallen zeitweise ganze Zugverbindungen des öffentlichen Verkehrs aus, weil für bestimmte Dienstschichten kein Lokführer vorhanden ist. Eine schwierige Situation droht gegenwärtig auch bei der österreichischen Achenseebahn. Dort werden mindestens zwei Dampflokführer und Heizer für den täglichen Dampfbetrieb in diesem Sommer gesucht. Nähere Informationen unter info@achenseebahn.at


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aktualisiert am 01.03.2020