Informationen und Publikationen von FEDECRAIL


Aktuelles von FEDECRAIL


14

05

18

Neue Gesichter im FEDECRAIL-Vorstand

Ein Geschenk zum Abschied für David Morgan. Fotos: John Crane

Auf der FEDECRAIL-Mitgliederversammlung 2018, die im April in Edinburgh (Schottland) stattfand, wurde der erste und langjährige Präsident David Morgan aus dem Vorstand verabschiedet, und es sind zwei neue Gesichter in das Gremium gewählt worden: Peter Ovenstone (Schottland) und Jonas Svartlok (Schweden). David Morgen war bereits 2017 nach 23 Jahren auf eigenen Wunsch aus seinem Amt als Präsident ausgeschieden. Jaap Nieweg leitet seitdem die Europäische Föderation der Museums- und Touristikbahnen. Mit einem sehr persönlichen Geschenk des Vorstandes und tiefem Dank wurde David Morgan als einer der Gründerväter von FEDECRAIL verabschiedet.

Peter Ovenstone (Schottland) folgt Sten Erson-Wester (Schweden), der aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder zur Wahl antreten konnte, als dritter Vize-Präsident. Bis dahin war er bereits FEDECRAIL-Officer. Schon seit den frühen Anfängen ist Peter Ovenstone in der Föderation aktiv, insbesondere im Organisationsteam der jährlichen FEDECRAIL-Konferenz. Sein Einsatz für das historische Erbe war und ist vielschichtig und umfangreich: Gegenwärtig ist er Schriftführer des englischen Dachverbandes HRA, Vorsitzender des Kulturerbe-Komitees und des schottischen Komitees. Im Vereinigten Königreich hielt er das Amt des Vorsitzenden des früheren öffentlichen Komitees für historische Eisenbahnen (statutory Railway Heritage Committee - RHC) inne und ist weiterhin als Mitglied der Nachfolgeorganisation des RHC, des Railway Heritage Designation Advisory Board, mit dem Programm zum öffentlichen Schutz befasst.rnEtliche Jahre war er aktiv in die Arbeit für die Vereinigung der Britischen Verkehrs- und Industriemuseen (Association of British Transport & Engineering Museums) eingebunden und hält gegenwärtig das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden inne. Für Europa Nostra - die paneuropäische Organisation für alle Formen von baulichem und natürlichem Kulturerbe – engagiert er sich noch nicht so lange. Seine dortige Aufgabe ist jetzt Co-Schriftführer des Komitees für das Industrie- und Ingenieurskulturerbe.

Rechts Jonas Svartlok und Peter Ovenstone.

Peter Ovenstone ist schottischer Rechtsanwalt, hat sich aber schon seit vielen Jahren aus dem praktischen Geschäft zurückgezogen. Er arbeitete auch einige Jahre als Leiter eines Industrie-Kulturerbe-Projekts in Schottland. Auch hat er ein postgraduiertes Diplom für das Management von Kulturerbe des Ironbridge Instituts.

Jonas Svartlok (Schweden) ist Sekretär der Heritage Operations Group (HOG) von FEDECRAIL. Er begann als zwölfjähriger Eisenbahnliebhaber bei der Stockholmer Dampfmaschinen Gesellschaft SÅS zu mitzuarbeiten, löste sich nach der Geburt seines ersten Kindes – heute sind es sechs – aber von der Eisenbahn. 2004 kam er jedoch mit der Gründung des Landeryd Eisenbahnmuseums zurück. Im Jahr darauf übernahm er das Amt des Vorsitzenden von JHRF, der schwedischen Dachorganisation, von dem er nach zehn Jahren 2015 abdankte. Seinen Lebensunterhalt verdient Jonas Svartlok als Fahrlehrer der schwedischen Eisenbahngesellschaft Swedtrac und ist seit 2009 Lokführer inklusive der Erlaubnis für Dampfloks auf den öffentlichen Strecken. Außerdem betreibt er ein kleines Unternehmen zum Verkauf von Dampflokzubehör und „Know How“.

01

05

18

Unterstützung für das Eisenbahnmuseum Strasshof

Mit einem Schreiben an das österreichische Bundeskanzleramt in Wien hat FEDECRAIL für die Unterstützung des Eisenbahnmuseums Strasshof in Niederösterreich geworben. Das Museum befindet sich in der denkmalgeschützten Halle und der historischen Bahnanlage in Strasshof. Damit böte sich hier die ideale Voraussetzung für ein modernes Österreichisches Eisenbahnmuseum von internationalem Standard in einer authentischen Umgebung (u.a. mit hölzernem Wasserturm, Kohlenaufzügen, Wasserkränen und Drehscheibe). rnDer derzeitige Betreiber 1. österreichischer Straßenbahn und Eisenbahn Klub (1.öSEK) hat bereits einen soliden Grundstock geschaffen (acht betriebsfähige Dampfloks, über 150 Schienenfahrzeuge). Der gemeinnützige Verein erhält bisher keine Unterstützung seitens der ÖBB oder der öffentlichen Hand, so dass FEDECRAIL anregt, den Verein bei der Herstellung von einer Depothalle finanziell zu unterstützen, um die konservatorischen Probleme anzugehen und die wertvollen Exponate geschützt in Strasshof unterbringen zu können. Ein wichtiger zweiter Schritt wäre der Bau einer Ausstellungshalle, in der die Exponate museal gerecht präsentiert werden könnten.rn

30

04

18

Vier neue Mitglieder bei FEDECRAIL

Vier neue Mitglieder sind auf der 25. FEDECRAIL-Mitgliederversammlung, die im April 2018 in Edinburgh/Schottland stattfand, in die europäische Föderation aufgenommen worden: „Detská Zeleznica“, Kosice, im östlichen Teil der Slowakei; „Agrupación de los Ferrocarriles Históricos Españoles“ (AFCHE), Laguna de Duero (Valladolid), Spanien; das „Museum of Industry and Railway“ (Schlesien) in Jaworzyna Sl, Polen, und das kroatische Eisenbahnmuseum HŽ INFRASTRUKTURA d.o.o. Hrvatski željeznički muzej in Zagreb.

28

04

18

Museumsbahnen und das Europäische Kulturerbe 2018

Foto: Kees Wijnnobel

2018 ist zum Jahr des Europäischen Kulturerbes ernannt worden. Damit möchte die Europäische Kommission mehr Menschen für das europäische Kulturerbe begeistern und ihnen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen europäischen Raum vermitteln. Das Motto für das Jahr lautet: „Unser Erbe – Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft“. Auch die historischen Eisenbahnen sind aufgerufen, ihre Aktivitäten 2018 unter dieses Motto zu stellen. Hier ein Beispiel aus den Niederlanden: Die „Stichting Museum Buurtspoorweg“ (MBS) macht mit einem Banner auf das Jahr des kulturellen Erbes aufmerksam.

18

02

18

Dampflokparade im Hungarian Railway Museum

Zwei Jubiläen gibt es in diesem Jahr in Ungarn zu feiern: Die MÁV Co. wird 150 Jahre alt und die MÁV Nosztalgia Ltd. kann ihren 25. Geburtstag begehen. Das Jubelfest der Bahnen findet vom 7. bis 9. September 2018 im Hungarian Railway Museum (Magyar Vasuttorteneti Park) in Budapest statt. Höhepunkt wird eine Dampflokparade sein.

12

02

18

Vorbereitungen für den „Friedenszug“

Zum 100. Male jährt sich in diesem Jahr am 11. November der Waffenstillstand von Compiègne, der zwischen dem Deutschen Reich und den beiden Westmächten Frankreich und Großbritannien zum Ende des 1. Weltkrieges geschlossen wurde. Dieser Anlass soll im Herbst im Elsass festlich begangen werden, unter anderem mit einem publikumswirksamen Schauspiel auf der Dollertalbahn zwischen Cernay Saint André und Sentheim westlich von Mulhouse. Dort treffen im ehemaligen Grenzbahnhof Burnhaupt zwei authentische historische Züge mit „Soldaten“ aus Frankreich und Deutschland aufeinander. Es wird über die Versorgung von Verwundeten verhandelt, doch als stattdessen wieder zur Waffe gegriffen werden soll, läuten Glocken den Frieden ein.

Vorstandsmitglieder und -mitarbeiter von UNECTO und VDMT sowie von FEDECRAIL haben sich im Januar in Thann /Elsass mit Vertretern der Kommune getroffen, um die Mitarbeit an diesem Projekt zu bekräftigen und die Dollertalbahn zu besichtigen (Foto). Außer diesem „Friedenszug“ wird es im November auch einen gemeinsamen Kongress des französischen und deutschen Dachverbandes der Museums- und Touristikbahnen geben.

13

12

17

Der Präsidentenzug - Weltbestes öffentliches Event 2017

Als „World's Best Public Event 2017“ (Weltbestes öffentliches Event 2017) wurde „The Presidential Train“ aus Portugal auf dem Bea World Festival in Porto ausgezeichnet – ein Projekt, das in Partnerschaft zwischen dem portugiesischen Eisenbahnmuseum „Museu Nacional Ferroviário“ in Entroncamento und der Firma „Trajetorias & Melodias“ entwickelt wurde. Das „Bea World Festival – The International Festival of Events and Live Communication“ ist Treffpunkt und Networking-Event für die internationale Event-Community.

Der „Presidential Train“ war zuvor ein „Royal Train“, der von 1870 bis 1910 von der Monarchie benutzt wurde. Als Präsidentenzug ist er dann bis 1970 von den portugiesischen Staatschefs genutzt worden. Das Restaurierungsprojekt wurde vom Museum durchgeführt und mit europäischen und nationalen Mitteln kofinanziert. Unter der Bezeichnung "Presidential Tours: Tourist Tours in Historic Train" begannen die Arbeiten 2009. Der restaurierte Zug wurde der Öffentlichkeit auf einer Reise zwischen Lissabon-Santa Apolónia und Entroncamento am 12. Dezember 2013 vorgestellt.

Die Restaurierung dieses Zuges mit Hilfe der Stiftung „National Railway Museum Foundation“, die die Voraussetzungen für die Inwertsetzung des nationalen Eisenbahnerbes als Förderer der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes schuf. Dieser strategische Ansatz ist inzwischen weltweit anerkannt.

23

11

17

12. FEDRCRAIL-Jugendaustausch 2018 in Schweden

Uppsala/Schweden

Zusammen mit der MUMA (Museumstrambahn Malmköping) und der ULJ (Uppsala-Länna-Eisenbahn) lädt FEDECRAIL zum 12. Jugendaustausch von Freitag, 3. August, bis Sonntag, 12. August, ein. Das Treffen beginnt an der ULJ Eisenbahn in Uppsala. Die Stadt liegt nördlich von Stockholm. Beide Städte sind knapp eine Zugstunde voneinander entfernt. Ankunftstreffpunkt am 3. August ist der Hauptbahnhof von Uppsala. Es empfiehlt sich, zum Flughafen von Arlanda (ARN) zu fliegen und von dort mit dem Zug nach Uppsala weiterzureisen. Die Zugfahrt dauert höchstens 20 Minuten. Es gibt auch Busse vom Flughafen. Sie sind günstiger, brauchen aber länger.

Für die ersten vier bis fünf Tage findet der Jugendaustausch in Uppsala statt. Danach ziehen die Jugendlichen zur MUMA um, einem Trambahnmuseum in einer kleinen Stadt namens Malmköpping im Südwesten von Stockholm. Am Sonntag, 12. August, wird das Treffen in Malmköpping enden. (Später wird es noch mehr Informationen zu den Abreisemöglichkeiten geben.) Die Teilnahmegebühr für das Programm in Schweden 2018 beträgt 180 Euro betragen, die in vollem Umfang vor der Ankunft bezahlt werden müssen.

Letzter Anmeldetag für den FEDECRAIL-Jugendaustausch ist der 1. Mai. Weitere Informationen unter der E-Mail-Adresse youthexchange@fedecrail.org.

27

10

17

Petition für die Bahnstrecke Triest – Opicina

Die einzigartige Bahnstrecke Triest – Opicina in Italien steht vor dem endgültigen „Aus“. Seit einem Unfall im August 2016 ist der Betrieb auf der gut fünf Kilometer langen schmalspurigen Strecke unterbrochen. Jetzt droht der Straßenbahn von Opicino das Schicksal, nicht mehr wiedereröffnet zu werden. Die Tageszeitung „Il Piccolo“ hat zur Unterzeichnung einer Petition aufgerufen, in der Hoffnung, dass dieses einzigartige Beispiel des öffentlichen Verkehrs mit hohem touristischen Wert doch noch wiedereröffnet werden kann. Hier zur Petition: https://www.change.org/p/salviamo-il-tram-di-opicina-la-petizione-del-piccolo

23

10

17

FEDECRAIL Jahreskonferenz 2018 in Schottland

Forth Bridge in Edinburg. Foto: Heimo Echensperger

Die nächste FEDECRAIL-Jahreskonferenz führt die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach Schottland. Die „Edinburgh 2018 Conference“ findet in der zweiten Aprilhälfte 2018 statt. Hauptkonferenztage sind der 20. und 21. des Monats, wobei der Freitag im Zeichen von Fachvorträgen zu aktuellen Themen steht und am Samstagmorgen die Mitgliederversammlung abgehalten wird. Für die Partner der Delegierten gibt es in dieser Zeit ein gesondertes Programm.

Auch diese inzwischen 25. FEDECRAL-Jahreskonferenz wird wieder mit einem abwechslungsreichen Exkursionsprogramm verbunden. Der erste Teil führt ausgehend von Edinburgh durch Zentralschottland, der zweite in den Norden des Landes. Während der “Add-on-Tour“, die ab dem 25. April angeschlossen werden kann, soll Nord-Ost-England besucht werden.

Das detaillierte Programm ist zurzeit in Arbeit. Es werden unter anderem Dampfzugfahrten auf Hauptstrecken, der Besuch von Museumsbahnen und Transportmuseen sowie der Besuch weiterer attraktiver Sehenswürdigkeiten geplant.

22

10

17

David Morgan übergab Präsidentschaft an Jaap Nieweg

Jaap Nieweg (links) und David Morgan 2017 in Antwerpen

Zum ersten Mal in der über 20-jährigen Geschichte von FEDECRAIL erfolgte im Juli 2017 ein Wechsel in der Präsidentschaft. Seit der Gründung von FEDECRAIL im Jahr 1994 hat David Morgan (Großbritannien) die Europäische Föderation der Museums- und Touristikbahnen erfolgreich geführt. Auf der Sitzung des Vorstandes in Hoorn, Niederlande, hat der allseits geschätzte und vielfach ehrenamtlich engagierte David Morgan dieses Amt in die Hände eines Jüngeren übergeben: Jaap Nieweg (Niederlande), der bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer der „Stoomtram Hoorn-Medemblik“ in den Niederlanden war, hat die Präsidentschaft übernommen.

Jaap Nieweg ist seit seiner Kindheit eng mit der Eisenbahn verbunden. Er wuchs mit einer typisch holländischen Überland-Straßenbahn in Doetinchem auf, und es war für den erst Siebenjährigen 1957 eine Katastrophe, als die Tram eingestellt und die Fahrzeuge verschrottet wurden. Schon als Vierjähriger hatte er Dampflokomotivführer werden wollen – ein Vorhaben, das er zielgerichtet umsetzte. Seit 1976 ist er im Besitz des Dampflokführerscheins.

Jaap Nieweg in Medemblik

Sein Studium der Geschichte und die Ausbildung zum Lehrer für Geschichte und Sozialwissenschaften brachte ihn nördlich von Amsterdam in die Nähe der „Stoomtram Hoorn-Medemblik“, wo seine Museumsbahn-Karriere als Freiwilliger begann und schließlich in eine hauptamtliche Leitungsfunktion überging. 1981 wechselte er zu einer Managerlaufbahn in punkto Kommunikation und Tourismus, wurde stellv. Manager von Europas größtem Ozean-Zoo, lehrte in Den Haag am Internationalen Institut des Hotel-managements und Tourismus und gründete schließlich eine eigene Consulting-Firma, deren Kunden neben Privaten insbesondere das Ministerium für Verkehr, mehrere Provinzen und Regierungsorganisationen waren.

1993 ging Jaap Nieweg zurück zur „Stoomtram Hoorn-Medemblik“ und brachte sie als deren Geschäftsführer durch schwierige Zeiten auf Erfolgskurs. Ein Jahr später gründete er den niederländischen Dachverband der Museums- und Touristikbahnen, die „Historisch Railvervoer Nederland“ (HRN), und im Jahr 2000 die „Mobile Collektion der Niederlande“ (MCN), einen Zusammenschluss aller Transportunternehmen mit historischem Verkehr, damit diese einen größeren politischen Einfluss gewinnen können.

In vielfältiger Weise setzt sich Jaap Nieweg seit Jahren für museale und Ziele von FEDECRAIL ein. Es ist außerdem bestrebt, das mobile und immobile historische Erbe mit einander zu verzahnen, um ihm auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene mehr Gewicht zu verleihen.

David Morgan. Fotos (2): John Crane

David Morgan kam bereits 1989 während der Festlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der „Nederlands Spoorwegen“ die Idee zu einem europäischen Dachverband der Museums- und Touristikbahnen. Die sogenannte „Morgan Commission“ bereitete die Gründung von FEDECRAIL vor. Seitdem hat die Föderation kontinuierlich an Mitgliedern und Einfluss gewonnen. Ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung ist die Anerkennung des europäischen Dachverbandes durch die „European Union Agency for Rail“ (ERA/Europäische Eisenbahnagentur) und die Union Internationale des Chemins de Fer (UIC/Internationaler Eisenbahnverband).

Das immense Interesse und überwältigende Engagement von David Morgan für die Bewahrung des mobilen historischen Erbes wird nicht nur in der Gründung des europäischen Dachverbandes der Museums- und Touristikbahnen sowie des Weltverbandes WATTRAIN im Jahr 2010 sichtbar, sondern auch in seinen zahlreichen Vorstandsämtern, die er innehatte oder noch immer innehat. Das gilt sowohl für die Historisch Touristische Eisenbahn als auch die Historische Schifffahrt. Da seien neben FEDECRAIL unter anderem genannt: Wattrain, HRA (Heritage Railway Association), Great Central Railway, West Somerset Railway, North Norfolk Railway, der Maritime Heritage Trust, Heritage Afloat, Cutty Sark Trust und Transport Trust sowie seine Mitgliedschaft im Europa Nostra Industrial and Engineering Heritage Committee.

Ursprung seiner Beteiligung an den Vorständen von Eisenbahn-Organisationen war die Rechtsberatung – wenig verwunderlich, da er von Haus aus Rechtsanwalt ist. 2013 ging er beruflich in den Ruhestand, nicht aber in seinem persönlichen Einsatz für das historische Erbe. Bis zur kommenden Mitgliederversammlung im Frühjahr 2018 bleibt David Morgan Mitglied des FEDECRAIL-Vorstandes.

02

10

17

Unterstützung von FEDECRAIL für Bahnpark Augsburg

Mit einem Brief an die höchsten Regierungsgremien des Landes, der Region und der Stadt sowie an das Mitglied des Europa-Parlamentes Markus Ferber hat sich FEDECRAIL für den Erhalt des Bahnparks Augsburg (Deutschland) in seiner Gänze als einzigartiges Industriedenkmal eingesetzt. Eine Zerschlagung, wie sie zugunsten kommerzieller Interessen von Investoren im Raum steht, würde ein wertvolles europäisches Industriedenkmal zerstören. Inhaltlich und funktional sind die beiden Bestandteile des Bahnparks „Rundhaus Europa“ und „Welt der Dampflok“ in der Dampflokhalle untrennbar miteinander verbunden. Das „Rundhaus Europa“ wird von neun europäischen Staaten mit wertvollen Leihgaben gefördert und bringt den Besuchern in Form der historischen Botschafter-Lokomotiven die gemeinsame europäische Verkehrsgeschichte näher. Gerade in dieser vielerorts europakritischen Zeit wäre es ein fatales Zeichen, würde dieses wertvolle Europa-Projekt gefährdet.

27

09

17

Jugendaustausch in Italien mit 17 Jungen und Mädchen

Der 11. FEDECRAIL-Jugendaustausch startete am 29. Juli in Turin (Italien). 17 Jungen und Mädchen aus sieben europäischen Ländern (Schweden, Österreich, Großbritannien, Rumänien, der Ukraine, Deutschland und Italien) kamen in Italien zusammen, um sich 10 Tage lang auf kultureller Ebene und ihre Erfahrungen in der Museumsbahnszene auszutauschen. Das „Youth Exchange“ wurde ausgerichtet mit Unterstützung des italienischen Dachverbandes „Federazione Italiana Ferrovie Turistiche e Museali“ (FIFTM).

Der erste Teil – abgehalten in Turin – wurde organisiert von den Ehrenamtlichen des Eisenbahnmuseums „Museo Ferroviario Piemontese“. Ausgehend von der Großstadt in der Region Piemont haben die Jungen und Mädchen Savigliano und das dortige Eisenbahnmuseum „Museo Ferroviario Piemontese“ besucht. Außerdem erkundeten die Jugendlichen per Straßenbahn die Großstadt Turin und unternahmen einen Ausflug zur historischen Sassi-Superga Straßenbahn. In der Werkstatt eines Turiner Museums konnten Erfahrungen an historischen Fahrzeugen mit den Ehrenamtlichen vor Ort ausgetauscht werden.

Am 2. August fuhr die Gruppe mit dem Zug nach Primolano, wo sie von den Ehrenamtlichen der „Società veneta Ferrovie association“ herzlich willkommen geheißen wurden. Am folgenden Tag setzten sie in dem neu renovierten Lokomotivschuppen die Restaurierung eines alten Güterwagens mit dem Entfernen von Holzteilen fort und gewannen einen Eindruck von dem Waggon und den erst kürzlich überholten Dampflokomotiven.

Von Primolano ging es mit dem Zug weiter nach Venedig, wo es eine Führung durch die Stadt und einen Ausflug zur Schmalspurbahn Trento-Marilleva mit Besuch des dortigen Lokschuppens gab. Am Abschiedsabend, dem 5. August, überreichte schließlich Vizepräsident Heimo Echensperger allen jungen Leuten der Gruppe ihre Urkunde über die Teilnahme an dem gelungenen Youth Exchange, das für alle Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.

18

09

17

Räder für Handhebeldraisine gesucht

Das FEDECRAIL-Mitglied aus Gulbene, Lettland, braucht Hilfe von Kollegen: Sie möchten ein interessantes Teil Eisenbahnzubehör nachbauen, eine Handhebeldraisine aus dem Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Leider gibt es keine Original-Zeichnungen mehr, aber die Mitglieder von Gulbenes-Aluksnes banitis haben Zeichnungen nach historischen Fotos erstellt. Ihr Problem ist nun, den richtigen Stahl für die Räder mit einem Durchmesser von 25 bis 30 cm zu finden. Ein Weg wäre, sie in einer Stahlwerkstatt zu bestellen. Sie befürchten aber, dass sei zu teuer. Ein weiterer Weg, das Problem zu lösen, wäre, bereits produzierte Räder zu kaufen. Wer kennt Produzenten in der EU oder Großbritannien, die solche gepresste leichte Stahlräder für Handhebeldraisinen herstellen? Kontakt: aldis@banitis.lv.

16

09

17

Italienisches Gesetz über Tourismusbahnen verabschiedet

Das erste italienische Gesetz über Tourismusbahnen ist am 2. August vom Ausschuss des Senato della Repubblica angenommen worden; die erste Zustimmung zu dem Gesetz erteilte die Camera dei Deputati letzten Januar. Nach über zwei Jahren harter Arbeit (Treffen mit dem Verkehrsausschuss in Rom) und Lobby Arbeit im Parlament, konnte FIFTM (Federazione Italiana Ferrovie Touristiche e Museali) im ursprünglichen Text einige nützliche Änderungen erwirken.

Dies ist das Resultat eines gestiegenen Interesses für Tourismusbahnen in Italien, weil die Verkehrsvereine und die Politiker den potentiellen Wert geschlossener und aufgegebener Eisenbahnen für die Kommunen entdeckt haben.

Das Gesetz beinhaltet unter anderem Regelungen zur Registrierung von touristischen und historischen Fahrzeugen sowohl für den Betrieb auf dem öffentlichen Netz wie auch auf touristischen Strecken. Das Ministerium für Infrastruktur kann mit FIFTM und Fondazione FS Italiane für die Klassifizierung und für den Entwurf von Registern für Lokomotiven und den Fuhrpark zusammenarbeiten.

Der Betrieb auf dem öffentlichen Netz wird für den Tourismus als strategisch wichtig erachtet, und das Gesetz sieht vor, dass der Infrastrukturmanager den Betrieb auf dem öffentlichen Netz erlauben und unterstützen muss. Der Einsatz von Draisinen ist inbegriffen und Gegenstand eigener Bestimmungen. Zu diesem Punkt stimmte ein Ausschuss des italienischen Gremiums zur Vereinheitlichung (UNI) einer internen Regelung zur Zertifizierung von Draisinen zu, wobei FIFTM in dieser Gruppe mitarbeitete.

Der nächste Schritt ist der Entwurf von Arbeitserlassen, um das Gesetz in all seinen Aspekten umzusetzen. FIFTM wird in dem Gesetz ausdrücklich erwähnt, was bedeutet, dass die Fondazione offiziell mit einer Stellung ähnlich der eines Regierungsministeriums, einer Behörde und eines Amtes durch die Italienische Republik anerkannt ist.

Die Zustimmung zu dem Gesetz ist für FIFTM ein sehr wichtiges Ziel, weil sie die hochwertigen Beiträge etabliert, die dank der Kooperation mit FEDECRAIL-Mitgliedern entstanden, welche mit Rat und Informationen über ihre Verordnungen und Gesetze als Beispiele halfen.

16

08

17

Günther Steinhauer VDMT hinterlässt eine große Lücke

Günther Steinhauer im Mai 2017. Foto: John Crane

Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb am 21. Juli 2017 der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Museums- und Touristikbahnen (VDMT), Günther Steinhauer, im Alter von nur 64 Jahren. Mit ihm verliert die Museumsbahnszene in Deutschland einen ihrer bedeutendsten Vertreter. Sein technisches und betriebliches Fachwissen über alle Spurweiten hinweg war ungewöhnlich und in Eisenbahnerkreisen anerkannt. Seit 1999 war er stellvertretender Vorsitzender des VDMT und seit 2012 diente er ihm als Vorsitzender. Grundlage für sein Engagement war seine Liebe zur Museumseisenbahn, die ihm Berufung und bei seiner Selfkantbahn in der Nähe von Aachen auch Beruf und Lebenswerk war. Günther Steinhauer hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

11

08

17

Richard Tapper ist verstorben

Uns hat die traurige Nachricht erreicht, dass Richard Tapper plötzlich und unerwartet in seinem Zuhause verstorben ist. Er war sein Leben lang ein Förderer europaweiter Zusammenarbeit der historischen Eisenbahnen. Zum ersten Mal traf ich ihn im September 1985. Aktiv wie er war, besuchte er meine Museumseisenbahn unter Dampf schon 1986. In den folgenden Jahren haben wir gemeinsam für die erste internationale Konferenz 1989 in Utrecht/Niederlande und danach 1991 in Hameln gearbeitet.

Richard Tapper wurde Sekretär der Morgan-Kommission, die die Satzung von FEDECRAIL vorbereitet hat. Da er an praktisch jeder FEDECRAIL-Konferenz teilnahm, war er bekannt für den Verkauf von Büchern über Eisenbahnen in den ehemaligen kommunistischen Ländern, die er in großen, schweren Koffern transportierte – natürlich per Bahn. Der Gewinn kam NEHRT, the New Europe Railway Heritage Trust, zugute. Es kam nicht überraschend, dass er NEHRT- Vorstandsmitglied wurde. Dort habe ich ihn im vergangenen Mai auch zum letzten Mal getroffen. Wir haben einen echten Freund verloren.

Livius J. Kooy, NEHRT-Sekretär und früherer Sekretär von FEDCRAIL


Angezeigt werden die Nachrichten der letzten Monate


nach oben

aktualisiert am 24.01.2016